Wednesday, 24 December 2008

HOMECOOKING bei T+D und M+P

Kochen ist das neue Stricken. Kochen is all around.
Und es macht ja auch verdammt Spaß. Zum weihnachtlichen Fressgelage steuerten wir dieses Jahr „Pute au lait mit Backofen-Bratkartoffeln“ ein auf essen-und-trinken gefundenes Gericht bei. Hört sich leicht an, war es auch. Und durchaus schmackhaft, einzig der Rosmaringeschmack war mir nicht deutlich genug (dabei hab ich das Zeig büschel-, nein buschweise hineingeworfen). Ansonsten ein Gericht mehr für den Alltag als für ein Festessen.

Verlaufskontrolle.

Es ist serviert.

Mit dem Essen von Mama kann sowas natürlich nicht mal annähernd verglichen werden. Traditionell gab es neben dem Vietnamesischen Feuertopf mit dreierlei Fleischsorten, Scampi und Tintenfisch ungefähr 9 weitere Gerichte exclusive Nachtisch und Nach-Nachtisch.

Links: Bánh bao, die sich in ihrem Töpflein sicher wähnen.
Mitte: Ente ohne Flügel.
Rechts: Auch hier ist es serviert.

Noch jemand Hunger? Dann geht's hier zum Rezept!

Monday, 22 December 2008

WEIHNACHTSMÄRKTE in Hamburg

Weihnachten ist doch die schönste Zeit des Jahres. Die Hauptbeschäftigung verlagert sich auf trautes Beisammensein, trauteNahrungsproduktion (Backen, Kochen etc.) und natürlich traute Nahrungsaufnahme. Sehr viel davon. Nicht immer unbdingt in den eigenen 4 Wänden, sondern auch gerne auf den allseits beliebten und allseits überfüllten Weihnachtsmärkten, derer es hier in Hamburg an die 10 gibt. Kürzlich hörte ich im Radio eine Statistik über die Lieblingsbeschäftigungen von Frauen und Männer auf den Märkten: Geschenke kaufen, Glühwein trinken, Bratwurst (Frauen !)/Süßigkeiten (Männer!) essen. Wer hätte das gedachtzu . Ich zähle mich in diesem Falle dann wohl eher zu den Männerne, bleibt doch mein all-time-favourite geröstete Maronen und Schmalzgebäck, Muzen für alle Nicht-Norder ;)

Pseudo-Erotik auf dem Weihnachtsmarkt:
Links: Verbotene Früchte in Schoko
Mitte: Phallus-Symbol in Schoko
Rechts: Heiße Plaumen in Flüssig, aber mit Sahne

Schokofrüchte sind zwar verlockend, aber die Kombmbination von billiger Schokolade mit teils unpassenden Früchten gebe ich nur in heftigen Fällen von Schokogabber nach und dann nur mit Bananeninnenleben. Ganz gruselig: Früchte in roter Zuckerglasur. Lässt den Ekelfaktor fast so hoch steigen wie Zuckerwatte oder diverse Fleischspezialitäten, von deren tierischer Herkunft ich nach wie vor nicht 100-prozentig überzeugt bin.

Kommen wir zu den Getränken. Die klassischen Flüssigkeiten wie Glühwein, Heiße Schokoladen mit diversen Schüssen und Eierlikör sind mir für gewöhnlich viel zu süß. Aber an einem kalten Winterabend tranken wir uns durch die Karte einer Schänke, die nur allzu einladend inmitten des Rathausplatzes stand. Heiße Schokoladen mit jeweils Amaretto, Jägermeister, Rum und Pfefferminzlikör, Heiße Pflaumen, Heißer Holunder mit Amaretto...all dies wärmte uns von innen, die Menschenmassen von außen.

Links: Prä-Alkohol
Rechts: Post-Alkohol

Aber ist es nicht, dass was die Menschen tagtäglich auf die Weihnachtsmärkte treibt? Wärme, physikalisch wie metaphorisch? False, würde Uncle Charlie aus Tender Bar jetzt sagen: Alkohol, Zucker und Fett wohl eher ;)

Tuesday, 16 December 2008

LANDHAUS DILL in der Elbchaussee

Unser diesjähriges traditionelles Weihnachtsessen sollte etwas Besonderes werden! Nicht nur, weil wir erst kürzlich Weihnachtsgeld erhalten hatten, sondern weil es das letzte Mal - zumindest während der Ausbildung - sein wird. Die Wahl fiel auf das Landhaus Dill, dessen Internetpräsenz genauso unübersichtlich ist wie die dortige Speisekarte. Diese versprach in handschriftlichem Chaos gehobene deutsche Küche. Ob die Erwartungen erfüllt wurden?

Nette Atmosphäre, aber nichts Besonderes.

Inmitten der wunderbaren Elbchaussee gegenüber eines schrägen Architektenhaus gelegen, betraten wir das klassisch eingerichtete Restaurant, wo uns zur Begrüßung unserer Garderobe entledigen konnten. Die Dekoration war saisongerecht, dennoch wirkte es auf den zweiten Blick etwas "kühl", was auch daran liegen könnte, dass der Besuch an einem Dienstagabend doch eher aus blieb. Der Service fragte nach Getränkewünschen ohne die Karte gebracht zu haben, war ansonsten korrekt höflich. Nach dem Aufnehmen unserer Essenbestellung, bei dem alle Extrawünsche gerne berücksichtigt wurden, reichte man noch ofenwarmes Brot mit Gänseschmalz, danach ein Gruß aus der Küche! Pluspunkt! Das Essen selbst wurde nach angemessener Zeit serviert und war für das Auge ein Genuss!

Amuse Gueule: Meerettich auf Roter Bete


Barbarie-Ente auf Apfel-Mandelsauce, Schwarzwurzel-Karottengemüse und Kartoffelkuchen

Ravioli. 1,2,3,4,5 Ravioli.

Die Entenbrust zartschmelzend, das Verhältnis von Fett zu Fleisch genau richtig (wann würde ich solch einen Satz auch nur von mir lassen), besonders in Kombination mit der fruchtig pikanten Apfel-Mandelsauce. Ein Geschmackserlebnis auch der Kartoffelkuchen. Das Schwarzwurzelgemüse zerging auf der Zunge, sodass man es kaum mit einem Schluck Wein wegspülen mochte. In anfangs andächtigem Schweigen genossen wir die ersten Bissen, dann begann das große Tauschen. Prinzessins Rinderfilet in Kräuterkruste selbst für einen Nicht-Rind-Esser wie mich ein Traum, ebenso die Portweinsauce. Emus Ravioli mit Steinpilzfüllung probierte ich nicht aus dem für sie weniger lustigen Grund, dass auf einem gefühlten 35 cm Durchmesser Teller exakt 5 Ravioli angeordnet waren. SIE war damit die Einzige, die nicht satt den Heimweg antrat. Die Portionen waren angemessen, sodass man durchaus ein 3-Gänge-Menü schaffen konnte.
Das Dessert, welches erst nach Nachfragen serviert wurde, war phänomenal. Auch wenn ich nur einen Bissen des tahitianischen Halbgefrorenem mit karamellisierten Walnüssen auf Heidelbeerspiegel probierte...phänomenal!

Nach rund 3 Stunden verließen wir zufrieden das Restaurant. Zwar kostete mich das Essen mein gewöhnliches Wochenbudget für Nahrungsmittel, aber was soll's! ;)

Fazit: Gutes Essen zu angemessenen Preisen. Der Service leider mau. Rosenverkäufer haben in einem solchen Lokal nichts zu suchen, ein wenig Musik wäre und nett und bei allem Respekt: Von 5 Ravioli und ein bisschen Krautsalat wird höchstens eine Magersüchtige satt.

Sunday, 23 November 2008

GAUMENFREUDE im Edelfettwerk

Heute kommt das Essen mal nicht aus meiner eigenen Küche *hüstel*, sondern vom Hamburger Caterings-Service Gaumenfreude. Grund war eine Modenschau im Edelfettwerk mit anschließender Verköstigung und Aftershow-Party.
Zur Auswahl standen Kürbis- und Kartoffelsuppe mit Shrimps- oder Wursteinlage. Ein Banause, wer das gepresste Formfleisch dem Meeresgetier vorzog, aber...Geschmackssache. Dazu wurden Flûtes gereicht.

DAS ist eine Flûte!

Die Kürbissuppe war zu säuerlich, was wohl von fertigen, eingelegten Kürbisfleisch zeugt. Neulich machte ich selbigen Fehler als ich für meinen Pumpkin-Pie ebenfalls fertiges Fruchtfleisch nutzte...und das Ergebnis trotz aggressiver Zuckersubstitution größtenteils in der blauen Tüte landete. Die Shrimps hätten ein wenig Gewürz sicherlich gut vertragen, die Bissfestigkeit war gut. Highlight war aber ganz klar die Kartoffelsuppe, die herrlich nach Dill schmeckte! Dazu ein Gläschen Wein...toll!

Saturday, 4 October 2008

VENGO in Eimsbüttel

Was soll man mit einem angebrochenen Samstagmorgen anfangen, den man zur Hälfte schon verschlafen hat? Umdrehen und weiterschlafen wäre eine Idee. Oder ProSieben Serien gucken. Oder brunchen gehen.
S. und ich entschieden uns für Letzteres und fuhren etwas ziellos nach Eimsbüttel, dem Paradies für jeden Nahrungssuchenden. Das Vengo sah recht vielversprechend aus, (außerdem war's der einzige Laden, der freie Parkplätze in 5 min Fußweg zu bieten hatte). Der hintere Bereich ist mit breiten, bequemen Sofas eingerichtet, die zu einem gemütlichen Frühstück nur so einladen.

Frühstück - eine von mir vernachlässigte Mahlzeit.

So verbrachten wir an die 4 Stunden im Vengo, ein nicht unwichtiger Grund das reichhaltige All-You-Can-Eat-Buffett mit verschiedene Brotsorten, Belägen, Müsli, Obst, Gemüse uvm. Das Beste: Nutella-Mini-Portionen. Und das allerbeste: Das Angebot inklusive O-Saft gibt's für nur 4,90 Euro!

Friday, 26 September 2008

YOGURT TREE in Altona

Was in anderen Ländern schon längst wieder out ist, erscheint mit der Neueröffnung des Yogurt Trees in Altona endlich auf Deutschlands Speisekarten. Hinter der Idee von gefrorenem Joghurt mit diversen sogenannten Toppings steht eine kalorienbewusstere und damit gerade auf meine Altersgruppe abzielende Alternative zu Eis. Zur Wahl stehen gefrorener Naturjoghurt, Pfirsich, Vanille oder Grüner Tee, alles in einem ansehnlichen Soft-Eis-Gewand. Dazu kann man bis zu 3 verschiedene Toppings auswählen, die von diversen Dosenfrüchten über frische Früchte bis hin zu Smarties & Co reichen. Zudem werden in den in bonbonfarben gehaltenen Laden niedliche, jedoch vollkommen überteuerte asiatische Snacks angeboten, die von den Familien mit ihren nervigen Kleinkindern gerne gekauft werden können. Fazit: Gute Idee, aber Zielgruppe wohl noch nicht erreicht.

Frozen Things with Dosen Things.

Tuesday, 16 September 2008

CORFU GRILL in Eimsbüttel

In Anbetracht der Leere meines Kühlschrankes, gepaart mit Spätdienst und der Unlust zu kochen vor allen Dingen, aber meinem Hb-Mangel, konnte ich die Essenseinladung einfach nicht ablehnen. Der Corfu Grill bietet griechisches Essen, also Fleisch. Auf unserer Corfu Platte befand sich griechisches Essen, also Fleisch.

Viele viele Hb-Tierchen in totem Tier.

Um genau zu sein dreierlei Sorten von Fleisch, die wir bis auf den letzten Rest vertilgten, nur um es dem Kellner zu zeigen *harhar* Dafür gab's dann auch Ouzo zum Runterspülen und meine erste betrunkene Fahrrad-Tour nach Haus.