Saturday, 25 September 2010

CAFÉ PARIS in der Innenstadt.

Wo, wenn nicht im Café Paris sollte man seinen ersten originalen Croque Monsieur genießen? Gut, in Paris itself, aber da dieser Trip erst fuer Ende des Jahres geplant ist, Einkaufen hungrig und Gelegenheit Croque macht, geschah dieses wichtige Ereignis im Leben eines Jeden in der Hamburger Innenstadt.

Hier geht es nicht nur um Pommes.

Doch zunaechst ein kleines Suchspiel: Verborgen unter dem Haufen "OK, aber nicht an HATARI-heranreichende-Pommes" versteckt sich vor der Fresslust des Suchenden, eine ganz beeindruckende Merguez. Zumindest laut Aussage meiner Begleitung. Denn so gern ich die orientalische Art zu wuerzen liebe, so ungern esse ich Wurst. Nach der Galileo-Reportage zu Zeiten als Galileo noch informativ war und nicht 15-minuetig ueber den perfekten Nudelsalat reportierte, bin ich fuer mein Leben mit 2 Enden gepraegt.

Wo ist das Baguette?

Der klassische Croque Monsieur besteht letzendlich aus 2 mit Schinken und Kaese belegten und nochmals mit Kaese ueberbackenen Toastscheiben (nicht Baguettehaelften). Und liefert wieder einmal den Beweis, dass die besten Rezepte gleichsam auch die einfachsten sind. Ein koestlicher und ueberaus saettigender Snack, wodurch das als "Salatbouquet" angekuendigte Ensemble an farblich abgestimmten Gruenzeug links im Bild einfach nicht mehr zu schaffen war. Selbst, wenn ich Salat essen wuerde.

Die Croque Madame-Variante bekommt nach dem Backen uebrigens noch ein Spiegelei obenauf. Leicht zu merken: Madame hat Ei auf Croque, Monsieur derer zwei im Crotch.


FAZIT: Fuer das Fruehstueck am Morgen, den Snack am Shopping-Nachmittag, zum Menschen-Beobachten, fuer einen Hauch Pariser Flair. Es bieten sich viele wunderbare Gelegenheiten dem CAFÉ PARIS einen Besuch abzustatten!

Friday, 10 September 2010

ITALIAN FOOD in Hamburg.

Der Mensch hat ein simples Gemuet, geleitet von der Befriedigung niederer Triebe und Auslebung von Todsuenden. Selbstverstaendlich zaehle auch ich mich dazu, sogar ganz vorn an erster Stelle. Die Werbeaktion von PHILIPS SAECO war daher schlicht unwiderstehlich: Ein italienischer Abend mit kulinarischen Genuessen, Espresso auf italienischem Niveau und einem sentimental stimmenden Film, der durch Stimulation von Gefuehlssynapsen noch mehr Lust auf Voellerei durch ebengenannte Produkte hervorrief. Es war ein fantastisch lauer Sommerabend fuer lau.

Fuer Leser, die auch an Non-Food-Themen interessiert sind, ist "Il Postino" ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneter Film, der beim Anblick wunderbarer Landschaftsaufnahmen nicht nur heftiges Fernweh verursacht, sondern auch ein wenig an die wirklich wichtigen Dinge im Leben erinnert.

FOOD.

Kleiner Scherz. Natuerlich sind die exzellenten Produkte von PHILIPS SAECO gemeint.

Caprese, Tramezzini, Grissini, Pecorino...

[I am not being paid for linking PHILIPS SAECO, using the brand name PHILIPS SAECO over and over again in capital letters and praising products by PHILIPS SAECO. I was also not given a PHILIPS SAECO machine and not drinking a cup of damn good PHILIPS SAECO espresso right now].

Tuesday, 7 September 2010

FRENCH FOOD in Hamburg.

Die Welt zuhause bei Le Truc. Heute Paris. So sehr ich die Franzosen aufgrund aktueller und vergangener Geschehnisse auch $&"/%§&/, aus dem uebervollen Fuellhorn der kulinarischen Genuesse schoepfe ich doch allzu gerne. Besonders, wenn mir diese gleich ins Haus geliefert, nein gleich auf den Tisch kredenzt werden, sodass ich nur noch zulangen muss.

Kennt jemand die Simpsons-Folge in der Bart eine Gans durch einen Stampfer drueckt und heraus kommt ein wunderbarer Block an Foie Gras? In diesem Falle kam der Block in einer Dose zu mir, da wirklich frisches Foie Gras die Reise nicht ohne große Qualitaetsverluste ueberlebt haette. Mein erstes Mal Foie Gras, denn bisher stand ich der "Herstellungsmethodik" immer recht skeptisch gegenueber. Fuer Homer Simpson waere es das Paradies, wenn man ihm ueber ein Rohr Unmengen von Nahrung in den Magen pumpen wuerde. Taeglich! Mehrmals! Erst dadurch entsteht die sogenannte Fettleber, die ein Rekordgewicht von bis zu 2 kg erreichen kann. 2 Kilo! Ein Fruehchen und das in einer Gans. Hmm! Dementsprechend hoch ist natuerlich der Fett- und damit der Geschmacksanteil dieser Spezialitaet.

...und dann auch noch 33% gratis! Ein Glueckstag!

Nun sollte mich Foie Gras am heutigen Tage voellig ueberraschend als Gastgeschenk erreichen. Und wie koennte ich es ablehnen ohne meinen Gast zu beleidigen? Zugegeben, Neugierde spielte eine ebenso große Rolle und so war schnell ein Baguette aufgetrieben und die Dose geoeffnet.

Der Geruch ist sehr speziell. Nicht unbedingt nach Gans, irgendwie schwer, deutlich laesst sich das Fett erriechen. Gleiches gilt fuer das Erscheinungsbild: Bei genauem Hinsehen (Photo) erkennt man den Fettrand und die Kompaktheit des ganzen Gebildes. Und Gleiches gilt fuer den Geschmack. Leicht salzig, vollmundig, fein nach Gans und auf frischem Brot ein Wohlgenuss wie ich ihn lange nicht mehr gehabt habe. Wie erst muss frisches Foie Gras schmecken? Die Dose reicht laut Aufschrift fuer 4-6 Personen, wir vernichteten sie zu zweit.

Sunday, 5 September 2010

FOOD MARKET in den Großmarkthallen.

Der kluge Foodie informiert sich im Internet oder TV, mithilfe von Zeitungen oder Brieftauben ueber anstehende Events, tauscht sich mit Gleichgesinnten aus, streicht die Tage rot im Kalender an und pilgert nach ausfuehrlicher Planung und Vorfreude zu den Wallfahrtsorten.a
Oder er klickt durch unterbewusstes Handeln oder von einer hoeheren Macht gefuehrt zufaellig auf einen Weblink, liest das Wort "Foodmarket", bricht das Mittagessen subito ab (Chips mit Bacongeschmack) und pilgert ueberstuerzt und in heller Vorfreude zum Wallfahrtsort.

Der Food Market im Hammerbrooker Großmarkt bietet 1 Mal im Jahr Produkte aus der nordischen Region fang-, schlacht- und pflueckfrisch an. Ebenso offerieren Hamburger Restaurants Auszuege ihrer Speisekarte, von Starkoechen live vor Ort zubereitet, wobei dieser Ausdruck nicht im Sinne von Michelin-Sternen, sondern gemessen an ihrer Popularitaet beim Fußvolk gebraucht wird. Die Portioenchen sind dabei natuerlich mehr als ueberschaubar, mehr ein Amuse Gueule, welches dem Magen leichter bekommt als dieses Wort zu schreiben ist. Man siehe also: Das Tapas-Konzept laesst sich auch auf die deutsche Esskultur uebertragen.

3 von X.

Matjes. Pfui. Wuerde nie in die Naehe meiner Geschmacksknospen kommen. Aber laut Begleitung vorzueglich.

Entenbrust-Satay-Spieß aus der Yakitoribar. Fleisch, Fisch oder Fruechte mariniert und aufgespießt auf dem Grill gebraten. Das Prinzip ist denkbar einfach und koestlich. Bietet auch Catering an!

Schoko- und Erdbeermacaroon aus der Pralinenwerkstatt Thomas Ernst, wenn ich mich recht entsinne. Macaroons...eine Geschichte fuer sich. Erstmals entdeckt in amerikanischen Blogs, wo sie in hoechsten Toenen angepriesen wurden und der Leser den Eindruck bekam er haette das Manna der Neuzeit entdeckt. Leider wurden sie bis vor einigen Jahren nicht in Deutschland vertrieben, der Import aus Frankreich auf dem Postwege ebenso unmoeglich. Bis anno 2008 die Trendspuerhunde des KaDeWe in Berlin endlich endlich dafuer sorgten, dass Macaroons von Ladurée im besagten Kaufhaus erhaeltlich waren. Kurz danach war Le Truc in Berlin und hielt von jeder Sorte ein Macaroon in der Hand. Aber wie es so oft ist: Die Erwartungen sind zu hoch geschuert worden, alsdass sie haetten erfuellt werden koennen. Viel zu sueß. VIEL zu sueß. Gegessen habe ich sie natuerlich trotzdem alle.


FAZIT: Den Termin fuer naechstes Jahr streiche ich mir im Kalender an, damit die Vorfreude schoen hochkochen kann. Außerdem auf der To-Do-List: Currywurst mit getrockneten Aprikosen von den Curry Pirates. Da unser Magenvolumenlimit erreicht, nein, bereits ueberschritten war, muessen wir leider zum Imbiss itself pilgern. Bericht folgt...

Sunday, 29 August 2010

HERR MAX und ICH.

Laengst eingeschlafen, aber ploetzlich war es wieder da! Ich. Ich war ploetzlich wieder da. Und Le Truc ueberlaesst Ich nun wieder seinen rechtmaeßigen Platz.!

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Und etwas anderes ist wieder da: Nach Jahren der unregelmaeßigen Fresssonntage, denn des Sonntags Zweck ist die Voellerei, ist auch wieder der sonntaegliche Sugar Rush heimgekehrt. Treue Leser erinnern sich an die Maedelstruppe, die vor Jahren auszog, um die beste Torte Hamburgs zu finden. Dabei fuehlte ich mich stets wie Lancelot auf der Suche nach dem Gral (ja, Lancelot, nicht Arthur, der Spießer). Und schon damals kristallisierte sich klar heraus, dass die Suche das Ziel ist. Denn die perfekte Torte...wo gibt's die schon?

Diesen Sonntag trieb uns eine unsichtbare Weisung zu HERR MAX. 1000 Mal vorbeigelaufen und ins Schaufenster gestiert und 1000 ist nichts passiert. Dabei ist die gesamte Produktpalette, die von Torten, Kuchen & kleinen Gebaeckstueckchen bis hin zu Keksen, Pralinen & Eis reicht, doch alle "Bio" und sollte das fuer den verantwortungsbewussten, szenigen Buerger von Welt, der sich in der Fußgaengerzone von Unicef und WWF anquatschen laesst, seinen Muell in Gelb, Gruen, Braun und Blau trennt und lieber 19 Stunden im Zug als 2 Stunden im Flugzeug sitzt, um den CO2-Ausschuss zu vermindern und man "im Zug ja soviel mehr sieht", ja was denn? den Schichtwechsel der Schaffner und ein versifftes Klo?!, nicht genug sein?! Scheiß auf Bio, der Rest ist OK, though.

Schokomousse-Torte
Schoko-Cranberry-Cookie & Cantuccini

Die Torte war gut. Die Mischung aus Muerbeteig, feinherber Schokomousse und Schokosahne sowie einer dunklen Ganache sorgte dafuer, dass nicht gleich das Gefuehl aufkam 2 Liter Wasser trinken zu muessen, um den Blutzucker zu verduennen.
Weitaus aufregender jedoch, wenn auch nicht vom Erscheinungsbild, war der Schokocookie, der mindestens ein halbes Pfund Butter verschlungen haben muss. Chewy, ein Wort aus dem Land der Cookies fuer das es kaum eine adaequate Uebersetzung gibt. Aber chewy, genauso war er. Mit genau dem richtigen Verhaeltnis von leicht saeuerlichen Cranberrys zu edelherber Schokolade. Sehr gelungen.
Der/das Cantuccini dagegen bewegte sich mehr auf der trockenen Seite, aber das wiederum liegt nun mal in der Natur des Cantuccini.


FAZIT: HERR MAX ist mit einem starken Espresso genossen - wie San Juan de la Peña - eine sicherlich angenehme Zwischenstation auf dem Weg zum Gral.

Saturday, 28 August 2010

PRESSE in der Schanze.

Es war einst im fernen Auguste ein wunderbar sonniger und warmer Samstagmorgen. Erinnert sich noch jemand an Waerme? Und Sonne? Lang ist's her als ich noch von Sonnenstrahlen geweckt wurde, die in Kombination mit einem leichten Knurren nahe der Magengegend das Aufwachen geradezu zu einem Vergnuegen machte.

Unter der Woche der absolute Fruehstuecksmuffel gibt es am Wochenende (und besonders an SO einem Samstag) keinen besseren Start als ein ausgiebiges und deftiges Fruehstueck in netter Gesellschaft. Und da die River Kasematten anscheinend bis Ende 2012 ausgebucht sind, schlenderten wir ziellos durch meine geliebte Schanze bis der Hunger uns in die PRESSE trieb, eines von vielen kleinen Bistros, die sich scheinbar alle irgendwie unterscheiden sollen und doch zu einem großen Nahrungstempel verschmelzen. Diese Lokalitaet rechtfertigt ihren Namen nicht durch die zahlreichen aktuellen Zeitungen, die gleich am Eingang ausliegen, sondern durch die riesige Auswahl frischgepresster Saefte, deren Außergewoehnlichkeit mich magisch anzog.

Press mich.

Die Speisekarte reicht von den ueblichen Fruehstuecksangeboten (Englisch, Franzoesisch, Klein, Groß, Fuer Zwei, Fuer Drei, Fuer Vier, ..., fuer Zweiundsechzig etc. oder zum einzeln kombinieren) bis hin zu zu allerlei mittlerweile auch in unseren Breiten etablierten Angeboten wie Bagels, Wraps, Pancakes und Paninos.

Meine Begleitung waehlte ganz klassisch das Ruehrei mit Schinken und Mango-Papaya-Saft, ich selbst forderte wie immer die Bagels zum Geschmacksvergleich mit den heißgeliebten und nie erreichten Bagel Brothers auf. Dazu gab es einen Rote-Bete-Sellerie-Moehrensaft. Und das Ganze trotz vollem Haus sehr schnell und freundlich!

A real breakfast.

Ich war tatsaechlich 2 Mal hier!

Heißgeliebt und unerreicht. Es bleibt dabei: Bagelbrothers liefert nach wie vor die besten Bagels der Stadt, da konnte auch der durchaus schmackhafte Puten-Kaese-Bagel nicht im geringsten am Thron ruetteln. Aber. Der Saft. Was zum Teufel war das? Ein Getraenk mit wunderbarer Farbe und abartigem Geschmack. Ist das etwa "fluessige Gesundheit", die mir fast die Traenen in die Augen trieb? Das letzte Mal, dass ich so leidern musste, war anno 2009 als die Armee Mordors meine Krieger in der Schlacht um Mittelerde niedermetzelten. Untrinkbar. Und sag mir keiner, er haette ja schon von Anfang nichts anderesbei dieser Geschmackskomposition erwartet.


FAZIT:Trotz Saftdisaster, fuer ein feines Fruehstueck wuerde ich immer wieder in die PRESSE gehen. Gaebe es da nicht noch die unzaehligen anderen Bistros in der Schanze...

Sunday, 1 August 2010

Baked Goods (Part 1: Fresssonntag)

Jaha, das haettet ihr jetzt nicht gedacht, was? Produkte aus der heimischen Werkstatt = Kueche von Le Truc. Es ist ja nicht so, dass ich nicht kochen kann. Ich muss es halt nur nicht.

Zum Anlass unseres Fresssonntages stellte ich mich aber mal in das Zimmer zwischen Bad und Wohnbereich und buk und backte was das Zeug hielt.

Eine andere Form des "Gueldenen Gluecks"


Herzhafter Kartoffelkuchen mit Ziegenkaese (fuer eine Springform 24cm)

Teig:
- 300 g Mehl
- 1/2 TL Salz
- 150 g Butter
- 3-4 EL Wasser

Fuellung:
- 700 g mehlig kochende Kartoffeln
- 300 g Ziegenkaese
- 2 Eier
- 200 g Crème Fraîche
- 100 g Sahne
- Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
- 2 EL Butter


1. Mehl, Salz und Butter mit wenig Wasser zu einem glatten Teig verruehren. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kuehlschrank ruhen lassen.

2. Kartoffeln waschen und in der Schale garen. Abgießen, abschrecken und ausdampfen lassen. Kartoffeln schaelen und fein reiben. Kaese reiben.

3. Backofen auf 180°C vorheizen. Springform ausbuttern. Teig duenn ausrollen und Form damit auskleiden. Mit einer Gabel mehrfach einstechen. Form auf den Backofenboden stellen und etwa 10 Minuten backen.

4. Eier, Crème Fraîche und Sahne in verruehren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss wuerzen. Mit Kartoffeln und Kaese vermischen. Auf vorgebackenen Teigboden geben und glattstreichen. Butter in Floeckchen darauf verteilen. Kuchen in der Mitte des Backofens ca. 1 Stunde backen.


Bonusmaterial MAKING OF und SCHRIFTKOMMENTAR

- "Mindestens 1 Stunde im Kuehlschrank ruhen lassen." In einer Stunde muss das Ding fertig sein.
- "700 g mehlig kochende Kartoffeln reiben." Erstens gab es nur festkochende Kartoffeln und zweitens besitze ich keine Reibe. Aber - man ist ja kreativ - eine Knoblauchpresse. 24 Minuten meines Lebens damit vergeudet 700 g festkochende Kartoffeln durch eine Knoblauchpresse zu druecken. Hoem.
- Teig ließ sich schlecht ausrollen, weil keine Kuehlung.
- Crème Fraîche wurde zu Schmand, Muskatnuss wissentlich ignoriert und die Butterfloeckchen zum Schluss schlicht vergessen.


FAZIT: Ich kann wirklich nicht kochen. Aber backen.